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- Pferde lernen das Gerittenwerden -

   
  • Beritt
    nach den Grundsätzen der deutschen Reitlehre entsprechend den Richtlinien der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in den Grunddisziplinen Dressur, Gelände, Springen sowie Bodenarbeit und Arbeit an der Hand, Ausbildung im Gelände:
    • ohne Hektik oder Gewaltaktionen - Tel + br -at- reiten -punkt- in-berlin -punkt- de
    • Aufwandsentschädigung ab 120,- EU mtl. (Vollberitt ab 260,-) oder auf Erfolgsbasis n.V, einzeln je nach den Umständen ab 15,- EU. Auch pauschale Vereinbarungen zum Erreichen besonderer Ziele - z.B. Anreiten ab 450,- EU.
    • Es lehrten die Pferde mich, niemals eines aufzugeben:
      • Ein ‘Schwieriges Pferd’ ist oft nur schwierig, weil es seinen Partner noch sucht.
      • Ein ‘Gutes Pferd’, eines, das Herausragendes vollbringt, beginnt als ein schwieriges Pferd.
      • "Alter", für sich genommen, heißt erstmal nur "Zeit"; als minderndes Qualitätkriterium ist es kaum tauglich; selten mehr, als ein Hilfskonstrukt arbeitsscheuer Ahnungsloser. Lernen, Wissen, Können sind unabdingbar mit dem Aufwand von Zeit verbunden - dies auch mal in eigener Sache. Und Pferde:
        Ein Pferd hört nicht auf, es sei denn, es stirbt! Mißtrauen kehrt zurück, Neugier bleibt.
        Alle, auch ‘alte’ Pferde sind fleißig, lernen, werden stark durch Training!
        Beispielhaft: "Hengst Conversano Amata I, Geburtsjahr 1986 […] Seit 1994 regelmäßiger Tournee-Teilnehmer."
        gibt die Schulhengste-Seite der Spanischen Reitschule an [4/2011] - keineswegs ein Einzelfall!

     
  • Ziele der deutschen Reitausbildung
    sind langfristige Gesunderhaltung des Pferdes
    und die sichere Kontrolle des Geschehens durch den Reiter in völliger Harmonie mit dem Pferde.
    Ziele der deutschen Pferdeausbildung
    sind langfristige Gesunderhaltung des Reiters
    und die Vervollkommnung sowohl der natürlichen Leistungsbereitschaft wie auch der relativ größten Leistungsfähigkeit des Pferdes in völliger Harmonie mit dem Reiter.
     
  • Dressur
    " … ist eine systematische Gymnastik, der wir das Pferd unterwerfen, um es für den Reitgebrauch tauglich zu machen. Das Pferd ist für den Reitgebrauch tauglich, wenn es sich dauernd und zwanglos in derjenigen Form zu bewegen vermag, welche einerseits die möglichst vollkommene Herrschaft des Reiters verbürgt, andererseits die relativ höchsten Leistungen unter dem Gewichte desselben ermöglicht.    Diese Form darf keineswegs als Schablone gedacht werden, in welche jedes Pferd hineingepreßt werden muß, sie ist vielmehr so aufzufassen, daß infolge einer auf richtigen Grundsätzen beruhenden Übung der Muskulatur, das Pferd sie sich in einer seinem Baue und seinen inneren Kräften angemessenen Weise wählt … "

    Plinzner, System der Pferdegymnastik, Potsdam 1888

  • Skala der Ausbildung [archiv]
    als Grundlage der traditionellen deutschen Pferde-Ausbildung.
  • Grunderziehung
    Korrektur und Vertrauensbildung verdorbener oder sonstwie ‘schwieriger’ Pferde.
  • Longenarbeit
    insbes. mit der Doppellonge und Übungen am Langen Zügel.
  • Bodenarbeit
    Arbeit an der Hand für Vertrauen, Gehorsam und Beweglichkeit.
     
  • Anlongieren
    des rohen Pferdes: Dank der dem Pferde eigenen Geselligkeit wird die Longe binnen kurzem uns problemlos verbinden. Es wird uns umkreisen, bis daß wir schließlich nur noch die Leine zwischen uns aufzuspannen brauchen …
  • Schonendes Anreiten
    in Ruhe und Beharrlichkeit: Ein hinreichend gekräftigtes und wendiges Pferd, das sowohl an der (doppelten) Leine mit den Stimmkommandos als auch zu Fuß schon mit Zügel- und Schenkelhilfen vertraut gemacht wurde, wird die ungewohnte Belastung leicht zu ertragen imstande sein und sie gelassen hinnehmen. Arbeit ohne ‘Tricks’ und ohne die Unerfahrenheit oder körperliche Schwäche eines jungen Pferdes auszunutzen, wird zur Grundlage vertrauensvoller Zusammenarbeit. Ein in diesem Sinne "angerittenes" Pferd ist an das Reitergewicht gewöhnt, bewegt sich unter einem entspannt im Gleichgewicht sitzenden Reiter ebenso entspannt und im Gleichgewicht, und es "steht an den Hilfen", es versteht die Einwirkung von Schenkel, Gewicht und Zügel und folgt dieser willig und gelassen.
    I.e. der erste Reiter sitzt auf einem beweglichen und gekräftigten Pferd, das aus seiner Stärke heraus den Reiter zu akzeptieren in der Lage ist - und bereit! Vertrauen ist die Basis, autoritär überlegene Machtkonstrukte sind unnötig - und dumm.
    "Anreiten" besteht sicherlich NICHT darin, einem jungen unbearbeiteten Pferd den Sattel auf den Rücken zu praktizieren, es toben zu lassen und schließlich dem erschöpften Tier einen Menschen auf den Rücken zu setzen. Das ist TERROR nach M.Roberts’ Art, "Starten" nennt Er das, TERROR eben, nichts Anderes, nichts Besseres. Nichts Gutes!
  • Fohlenschule
    Bekanntschaft mit dem Menschen; anfassen lassen; Halfter anziehen; was man darf und was man nicht darf; Füße heben; angebunden sein, warten; auf einen Pferdeanhänger klettern …
    "Fohlenschule" ist dagegen ganz sicher NICHT der erste Gewaltakt des Menschen gegenüber dem Pferde, PRINTEN (Fohlen festhalten, zu Boden drücken und: "du bist schwach und ich bin stark … ") - grauenhaft! Kapitulationserklärung angstvoller Stümper!
    [Womit wohl klar ist, was ich von solchen Leuten und deren Methoden halte …]

    Man kann Freundschaft schließen mit den Pferden! Es ist ganz leicht. Kostet Geduld, nicht Kraft.
  • Gelassenheit, Beweglichkeit und entspannten Leistungswillen trainieren wir durch (und in!) Gelassenheit:
    Zungenfehler, Davonstürmen, Durchgehen, Pullen, Taktfehler, Pass, Schenkelgänger
     
   

Du kannst einen Tänzer nicht mit Peitsche und Sporen tanzen lehren.

[Simon, um 450v]
Wo ein Wille ist, ist auch ein Pferd - Wo ein Pferd ist, ist auch ein Weg.

[ich, um 2010n]

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